← Zurück zum Journal

Atmung trifft Körpermitte.

Wie Atmung und Core zusammenarbeiten – mit einem Mini-Flow für deinen Alltag.

Kontrollierte Rücken- und Rumpfübung auf der Matte
Kontrollierte Rücken- und Rumpfübung auf der Matte

Die richtige Atmung ist ein Schlüssel im Pilates – sie verbindet Bewegung mit Stabilität. Wenn du die Atemtechnik bewusst einsetzt, aktivierst du dein „Powerhouse“ (Beckenboden, tiefer Bauchmuskel, Zwerchfell und Rückenstrecker) effektiver. Das Ergebnis: bessere Haltung, mehr Kontrolle und ein angenehmes Körpergefühl im Alltag.

1) Das Powerhouse verstehen

Das Powerhouse ist mehr als „Bauch anspannen“. Es ist das Zusammenspiel aus:

  • Beckenboden (tiefe Stabilität)
  • Transversus abdominis (tiefer Bauchmuskel)
  • Zwerchfell (Atemmuskel)
  • Multifidi (tiefe Rückenmuskulatur)

Wenn diese Strukturen kooperieren, entsteht Stabilität „von innen nach außen“.

2) Die Pilates-Atmung kurz erklärt

Im Pilates arbeiten wir oft mit der seitlichen Brustkorbatmung („Laterale Atmung“):

  • Einatmen: Rippenbogen weitet sich seitlich – Schultern bleiben entspannt.
  • Ausatmen: Rippen „schließen“, Nabel sanft nach innen/oben – Beckenboden aktiviert sich automatisch.

Tipp: Stell dir vor, du „ziehst“ den Bauchnabel zur Wirbelsäule und der Beckenboden hebt sich wie ein Aufzug sanft nach oben.

3) Mini-Flow: Atmung + Core aktivieren (2–3 Minuten)

  1. Aufrechter Stand, Füße hüftbreit, Hände an den Rippenbogen.
  2. 4× bewusst seitlich ein- und ausatmen.
  3. Beim Ausatmen: Nabel sanft nach innen/oben, Beckenboden anheben.
  4. Übergang in leichte Kniebeuge: Einatmen beugen – Ausatmen strecken und Core aktiv halten.
  5. 8–10 Wiederholungen in ruhigem Atemrhythmus.

4) Häufige Fehler – und was du stattdessen tun solltest

  • „Bauch hart machen“: Versuche lieber „sanft einsammeln“ statt maximal anspannen.
  • Schultern hochziehen: Langer Nacken, Brustbein leicht anheben.
  • Atem anhalten: Fließend atmen – besonders in der „Anstrengungsphase“ ausatmen.

5) Für den Alltag

  • Beim Heben von Einkaufstüten: Ausatmen + Core aktivieren.
  • Beim Aufstehen: Über die Seite, ausatmen, Powerhouse einschalten.
  • Beim Tragen: Last nah am Körper, ruhige Atmung beibehalten.

—

Wenn du diese Prinzipien regelmäßig übst, wird sich deine Haltung, Stabilität und dein Körpergefühl spürbar verbessern – nicht nur im Training, sondern vor allem im Alltag.

Viel Spaß beim Üben!

PS: Du willst das praktisch anwenden? Schau dir unsere Kurse in Hilden, Solingen, Langenfeld und Düsseldorf an.

Bewusst und passend trainierenDieser Artikel ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei akuten oder unklaren Beschwerden kläre die Teilnahme bitte vor dem Training ärztlich ab.

Dein erster Schritt.
Ein gutes Körpergefühl.

Lerne mich und dein Training kennen. Dein erstes Gruppentraining ist kostenlos.

Probetraining entdecken